11. Mai - Unsere Reise geht langsam zu Ende!


Auf dieser Reise, haben uns auch Paten begleitet, die ihr Patenkind in Sierra Leone haben. Auch Stefanie hat ein Patenkind in Sierra Leone und hat uns trotzdem nach Vietnam begleitet. In ihrem Beitrag zieht sie ein Resumee und berichtet von ihren Eindrücken:

Heute waren wir im H´Mong Gebiet unterwegs. Die H´Mong sind eine Minorität, die in den Bergen lebt. Gestern hatten wir ja schon die Gelegenheit die Thai kennenzulernen, die am Fluß leben. Wir fuhren an Reisterrassen vorbei und an traditionellen Stelzenhäusern. Wir haben 3 Schulen und einen Kindergarten besucht, sowie das Anwesen eines H´Mong Bürgermeisters. Wir waren überrascht, wie weitläufig und vielfältig das Projektgebiet ist. Die Patinnen und Paten haben ihre Patenkinder getroffen - in einer Schule begrüßen uns die Kinder mit einem Spalier und Rosen. 

Wir sahen Tänze und Spiele, auch solche, die uns an unserer eigene Kindheit erinnert haben, wie Gummitwist, Seilspringen, Sackhüpfen und anderes und konnten zum Teil auch mitmachen. Natürlich lernten wir auch das typische Bambusrohr Hüpfspiel kennen. Wir sahen Klassenräume, Speisesäle und Schlafräume. Beeindruckend war, wie geordnet und sauber alles war. Neugierig sahen uns die Kinder an, für sie sind wir ja Exoten. Sie blickten schüchtern zur Seite, wenn unsere Augen sich trafen. Im Haus und Hof des Bürgermeisters leben Hühner, Schweine, Ziegen, Enten und es gibt einen Gemüsegarten - gedüngt wird nur organisch. Das alles wird von World Vision unterstützt, um eine ausgewogenen Ernährung - vor allem für die Kinder - zu ermöglichen, darüber hinaus zählt es als Beitrag für ihr Haushaltseinkommen.

Alle Tiere, auch die Hunde, hatten gerade Junge, was einige geneigte Gemüter besonders entzückte. So wurden für uns Ergebnisse von der Arbeit von World Vision und unseren Patenschaften konkret sichtbar. Ingrid und ich erhielten dort, wo der Bus nicht mehr fahren konnte und man daher gehen musste, ein spezielles Motorcyle-Service. Das zeigt, wie flexibel das lokale World Vision-Team mit unvorhersehbaren Situationen umgehen kann.

Ich selbst habe kein Patenkind in Vietnam und war zunächst unsicher, ob ich an der Reise teilnehmen sollte. Die gesamte Reise war für mich faszinierend, ganz besonders aber die zwei Tage im Projekt. Sie eröffnen Möglichkeiten auch in das Leben der „kleinen Leute auf dem Land“ und in andere Kulturen einzutauchen, wie es auf touristischen Reisen nicht möglich ist. Das ist das Besondere von Patenreisen.

Verfasst von unserer Autorin: Patin Stefanie

 

Heute sind die Paten auf ihrem Weg zurück nach Hanoi:

Nach einer 6 stündigen Busfahrt hat uns Hanoi wieder. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung, manche ruhen sich im Hotel aus, andere Reisende gönnen sich eine Massage oder erkunden die Innenstadt von Hanoi. Morgen Vormittag haben wir noch eine Stadttour geplant, bevor wir am Abend den Rückflug nach Wien antreten.

 

Mehr Fotos von Stefanies Resumee, finden Sie in der Bildergalerie: