Regionalentwicklung

Die langfristige Entwicklungszusammenarbeit findet in unseren Regionalentwicklungs-Programmen statt, die im Schnitt rund 15 Jahre dauern und über Kinderpatenschaften finanziert werden.


In den rund 15 Jahren, die ein Regionalentwicklungs-Programm dauert, packen wir gemeinsam mit der Bevölkerung die Probleme in der Region an, um nachhaltige Veränderungen herbeizuführen. Die Bewohner der Projektgebiete sind nicht passive Hilfsempfänger, sondern gleichberechtigte Partner. Wir planen alle Projekte mit ihnen gemeinsam und setzen sie mit ihnen um. Das ist ganz entscheidend für den Projekterfolg. Wir verfolgen einen umfassenden Ansatz und arbeiten schwerpunktmäßig in den Bereichen Ernährung und Landwirtschaft, Gesundheit, Wasser und Hygiene, Bildung und wirtschaftliche Entwicklung. Der Fokus liegt auf der Verbesserung der Lebensbedingungen der Kinder.

Ergänzt wird unsere langfristige Entwicklungszusammenarbeit durch von öffentlicher Hand finanzierte Schwerpunktprojekte (Grants). Sie erlauben uns, spezielle Bereiche noch intensiver zu bearbeiten – etwa Bildung, Gesundheit oder Friedenssicherung. Dies geschieht zum einen in unseren Regionalentwicklungsprogrammen, aber auch darüber hinaus.

Der erste Schritt: eine Situationsanalyse und das Vertrauen der Einheimischen
Bevor wir ein neues Regionalentwicklungsprojekt beginnen, erarbeiten wir gemeinsam mit der Bevölkerung eine Situationsanalyse. In ihr ist der aktuelle Stand der Kindersterblichkeit, der Wasserversorgung und des Bildungs- und Gesundheitssystems beschrieben. Nöte und Bedürfnisse werden formuliert, erste Lösungsansätze gesucht. In der Startphase des Projekts wird das notwendige Vertrauen zwischen der Bevölkerung und unseren Mitarbeitern aufgebaut – eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen unserer Arbeit!

Der zweite Schritt: die Bildung von Projektkomitees
Im nächsten Schritt bilden wir ein Projektkomitee, das aus unseren Mitarbeitern und lokalen Verantwortlichen wie Lehrern, Dorfältesten oder Bürgermeistern und Frauen besteht. Dieses Komitee wählt auch die Patenkinder nach Absprache mit ihren Familien und mit unseren Mitarbeitern aus. Dabei wird auf ein gerechtes Auswahlverfahren Wert gelegt. Doch auch Kinder, die nicht in das Patenschaftsprogramm aufgenommen werden, profitieren. So wird Neid und Missgunst unter den Kindern vermieden.

Unsere Arbeitsschwerpunkte
Wir verfolgen einen umfassenden Ansatz und arbeiten schwerpunktmäßig in folgenden Bereichen:

  • Ernährung & Landwirtschaft
  • Wasser & Hygiene
  • Gesundheit
  • Bildung
  • Wirtschaftliche Entwicklung

Wichtig: die Erfolgskontrolle!
Um unsere Mittel so effektiv und effizient wie möglich einzusetzen, kontrollieren wir den Erfolg der Projekte systematisch und regelmäßig – mit Hilfe von speziellen Indikatoren. Sie messen die Auswirkungen unserer Arbeit auf die Entwicklung der Kinder im Projektgebiet – und geben so auch Aufschluss über einen eventuellen Optimierungsbedarf unserer Maßnahmen. Dabei ist die Kinder und ihr Umfeld stets aktiv eingebunden: Die Menschen nehmen an Schulungen und Maßnahmen teil und bringen ihre Arbeitsleistung und sogar kleine finanzielle Beteiligungen ein. Gemeinsam schaffen wir so im Projektverlauf die Rahmenbedingungen für eine bessere Zukunft.


World Vision Österreich ist Teil der globalen World Vision-Partnerschaft. Mit unseren Projekten verbessern wir das Leben von Millionen Kindern und ihrem Umfeld nachhaltig.

World Vision Österreich ist Teil der globalen World Vision-Partnerschaft mit Büros in fast 100 Ländern der Erde. Mit über 44.000 Mitarbeitern können wir in rund 1.640 Regionalentwicklungs-Programmen und anderen Projekten viel bewegen. Hier einige Beispiele:

  • Im Rahmen unserer Regionalentwicklungsprojekte wurden 2015 weltweit 3,3 Millionen Kinder durch Patenschaften unterstützt.
  • Durch unsere Arbeit wurden im selben Jahr die Lebensbedingungen von 41 Millionen Kindern nachhaltig verbessert.
  • 156.000 akut unterernährten Kindern wurde 2015 eine Therapie ermöglicht. 
  • Allein in unseren Projekten in Afrika haben wir 1 Million Menschen Zugang zu sauberem Wasser verschafft und 850.000 Zugang zu verbesserten Sanitäreinrichtungen.
  • Mehr als 1 Million Menschen haben wir zu Hygienemaßnahmen geschult, mit denen gefährliche Krankheiten vermieden werden können.
  • 5.000 Wasserkommittees wurden auf unsere Initiative hin gegründet, die nun Brunnen, Wassersammelstellen und Latrinen selbst warten und reparieren können. Eine unabhängige Studie hat bestätigt, dass dadurch über 90 % der installierten Wasser- und Sanitäranlagen nach 10 Jahren noch in Betrieb waren und funktionierten.
  • Mehr als eine halbe Millionen Familien nahmen an von uns initiierten und geschulten Spargruppen teil, um sich eine eigene Existenz aufzubauen – ihr angespartes Vermögen lag bei 3,6 Millionen Euro.
  • In Ost und Westafrika haben wir dafür gesorgt, dass 3.000 Hektar Trockengebiet wieder aufgeforstet wurden.


Konto für Patenschaftsbeiträge

Bank: Erste Bank
IBAN: AT282011100000496979
BIC: GIBAATWW

Konto für freie Spenden, Bausteinprojekte und Sonderprojekte

Bank: Erste Bank
IBAN: AT922011180080081801
BIC: GIBAATWW